AK Wissenschaftsgeschichte und Philosophie

Unter Wissenschaftsgeschichte verstehen wir die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften, insbesondere den spannenden Weg, den Astronomie und Physik von ihren Anfängen, der einfachen Naturbeobachtung der alten Völker, bis zu den hochspezialiserten Erscheinungsformen in der Gegenwart gegangen sind. Wir beschäftigen uns mit den in verschiedenen Zeiten unterschiedlichen Auffassungen über Kosmologie und Kosmogonie, also dem Entstehen und Vergehen des Universums einschließlich seiner Gesetzmäßigkeiten.

 

Die nächsten Vorträge:

Was wir sehen können - Manfred Petirsch und Harald Groß

Auch wenn uns das im Alltag kaum bewusst ist: Wir sehen nicht die Dinge "als solche", sondern das, was unser Gehirn aus den über das Auge aufgenommenen Licht daraus macht. Sogenannte optischen Täuschungen sind ein augenscheinlicher Beweis dafür! In diesem zweiteiligen Vortrag sollen die mit dem Sehen und Erkennen verbundenen physikalischen und philosophischen Fragestellungen identifiziert und diskutiert werden.

Teil 1 am 6. Februar 2018: Die Reise des Photons

Die allerersten Photon entstanden mit dem Urknall und sind als kosmische Hintergrundstrahlung auch heute noch zu beobachten. Gleichzeitig entstehen in den Sonnen durch Kernfusion ständig neue Lichtquanten die uns häufig erst nach Jahrmillionen erreichen. Im ersten Teil unseres Vortrags sollen die physikalischen Eigenschaften der Photonen (und ihre mannigfaltigen Deutungen), die verschiedene Spektren des Lichts und auch der Mensch als Erzeuger von Photonen angesprochen werden.

Teil 2 am 8. Mai 2018: Wie viel Philosophie braucht ein Astronom?

Der Konstruktivist: "Die Welt entsteht in uns als reines Gedankengebäude. Ein erkannter Gegenstand wird vom Betrachter selbst durch den Vorgang des Erkennens konstruiert." Der Realist: "Die von uns empfangenen Photonen stammen von einem realen, für alle gleichen, Objekt. Deshalb leben wir alle in derselben Wirklichkeit. Lediglich in der individuellen Interpretation der Erfahrungen können wir uns also unterscheiden."
In einem, nicht immer ganz ernst gemeinten, Streitgespräch sollen diese recht unterschiedlichen Positionen untersucht und bewertet werden.