Ausflug des Arbeitskreises Raumfahrt und Sonnensystem vom 2. Mai 2015

Am 2. Mai trafen sich mehrere Mitglieder des Ak Raumfahrt und Sonnensystem um 12.00 Uhr auf der Sternwarte, um ins Steinheimer Becken zu fahren. Bereits bei unserer ersten Ausfahrt in diesen Meteoritenkrater vom 11. Mai 2013 (siehe auch Bericht und Fotos hier unter "unser Blog") erkundeten wir einen Teil des Steinheimer Beckens. Außerdem besichtigten wir damals auch das Meteor-Kratermuseum und sahen dort einen Film über die Entstehung und der darauffolgende Entwicklung dieses Meteoritenkraters an. Dieses Mal stand nun die Erkundung eines anderen Teils des Steinheimer Beckens an.

Die Teilnehmer unserer Ausfahrt vom 2. Mai

Im Konvoi fuhren wir bis zum Kraterrand vor Steinheim im Albuch, das sich im Krater befindet. Dort stellten wir auf einem Parkplatz unsere Fahrzeuge ab und platzierten ein weiteres Fahrzeug in Steinheim-Sontheim, wo unsere Erkundung/Wanderung enden sollte.

Auf dem Kraterrand nördlich von SteinheimAuf dem Kraterrand nördlich von Steinheim

Beginn der Wanderung

Unter der Leitung von Stefan wanderten wir los. Zuerst ging es hinab in einen Teil des Kraters.

während der Wanderung

während der Wanderungwährend der Wanderung

Das Steinheimer Becken gehört weltweit zu den am besten erhaltenen Meteorkratern, die einen Zentralberg besitzen. Nach den jetzigen Erkenntnissen wurde es, wie das Nördlinger Ries, vom selben Asteroiden vor etwa 15 Millionen Jahren erzeugt. Dieser ist vermutlich beim Eintritt in die Erdatmosphäre in zwei Teile zerbrochen, wobei durch den Einschlag des kleineren Teils das Steinheimer Becken und durch den Einschlag des größeren Teils das Nördlinger Ries entstand.

weiter hinab in den Krater

Bei dem Meteoriten handelte es sich wahrscheinlich um einen Steinmeteoriten. Die Energie, die damals durch den Einschlag im Steinheimer Becken entstand, ist vergleichbar mit der Energie von etwas 10.000 Atombomben des Typs einer Hiroshima-Bombe.

Ida - unser jüngstes Mitglied (zur Zeit der Ausfahrt)auf dem Kraterboden

kurze Rast

Nachdem wir einen Teil des Kraters durchwandert hatten, ging es wieder hinauf auf den Kraterrand.

hinauf auf den Kraterrand hinauf auf den Kraterrand

 

Blick vom Kraterrand in den Krater

Auf dem Kraterrand

Auf dem Kraterrand wanderten wir dann Richtung Sontheim.

Ankunft in Sontheim

In Sontheim kamen wir dann gegen 17.30 Uhr an. Das untere Bild zeigt den Blick von Sontheim auf einen Teil des Kraterrandes.

Blick von Sontheim hinauf auf den Kraterrand

In Steinenkirch hatten wir zum Abendessen reserviert.

 beim gemeinsamen Abendessen

Gegen 21.00 Uhr kamen wir wieder in Donzdorf an.

Reiner

Partielle Sonnenfinsternis am 20. März 2015

Stefan und ich befanden sich ab 7.30 Uhr auf der Sternwarte, um die letzten Vorbereitungen zum Beobachten, Filmen und Fotografieren der partiellen Sonnenfinsternis zu treffen.

Mein Großfernglas ist einsatzbereit für die SonnenfinsternisStefan und ich bei den letzten Vorbereitungen 

Stefan filmte aus unserer Beobachtungskuppel und ich fotografierte aus der Beobachtungsplattform den gesamten Verlauf dieser partiellen Sonnenfinsternis. Außerdem wollten wir natürlich auch das Ereignis beobachten. Dazu richteten wir u. a. unser H-Alpha-Teleskop Solarmax 90 parallel zu meinem Teleskop auf unser Zentralgestirn aus. Auf der Beobachtungsplattform rüsteten wir zusätzlich meinen Refraktor (zum Fotografieren) sowie Josefs Refraktor (zum Beobachten) mit Sonnenfiltern aus.

Sigrid am Großfernglas und Wolfgang an Josefs Refraktor

Außerdem brachten wir auch mein Großfernglas 37x100 zum Einsatz (natürlich auch mit zwei Sonnenfiltern), sodass wir die part. Sonnenfinsternis auch 3-D beobachten konnten. Stefan rüstete auch unseren 8-Zoll-Refraktor in der Kuppel entsprechend aus. Neben Stefan und mir waren auch Wolfgang, Annette, Sigrid und Enza im Einsatz.

Stefan und ich beim Interview mit einem Redakteur der NWZ

Stefan beim Filmen in der BeobachtungskuppelIch beim Fotografieren auf der Beobachtungsplatttform

Für Besucher hatten wir die Sternwarte geschlossen, da ansonsten es nicht möglich gewesen wäre, den gesamten Verlauf zu filmen, zu fotografieren und zu beobachten.

Stefan und ich beim Interview mit Redakteuren der GZ

vorne: zwei Mitarbeiterinnen der NWZ beim Beobachten

Lediglich Redakteure, Fotografen und Mitarbeiter (NWZ und GZ) der Südwestpresse hatten sich angekündigt. Bereits schon vor Beginn des Himmelsereignisses trafen dann die Presseleute ein. Stefan und ich wurden mehrmals interviewt.

nach der Sonnenfinsternis: Stefan, Annette, Wolfgang, ich und Sigrid

Gegen 11.50 Uhr war die Sonne wieder "frei" und wir konnten mit den Ab- und Aufräumarbeiten beginnen. Erst im Jahre 2021 wird bei uns wieder eine partiell sichtbare Sonnenfinsternis zu beobachten sein. Doch der max. Bedeckungsgrad wird dann lediglich 10% betragen.

Reiner

Umplatzierung auf der Beobachtungsplattform am 6. März 2015

Stefan (unser Technischer Leiter und auch Leiter des Arbeitskreises Praktische Astronomie) musste unseren 120er-Starfire-Apochromat vom Beobachtungsplatz 5 (der Beobachtungsplattform) wegen defekten Okularauszugs abmontieren. Um weiterhin fünf große Teleskope auf unserer Beobachtungsplattform einsatzbereit zu haben, brachten wir vorübergehend meinen privaten ED-Apochromat 130/860 (Vixen) auf diesem Beobachtungsplatz an.

Mein Teleskop ist montiert.Achim testet das "neue" Teleskop.

oben links: mein Telekop ist montiert   /   oben rechts: Achim testet das "neue" Teleskop  

Andy beim Beobachten

oben: Andy beim Beobachten

Beobachtungsplatz 5 links: am Beobachtungsplatz 5 nach der Jahreshauptversammlung am 08.03.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 15. Mai konnte dann Stefan einen neuen Okularauszug an unseren 120er-Starfire-Apochromat anbringen und dieses bisherige Teleskop wieder platzieren (sep. Bericht folgt).

Reiner

Weitere Beiträge ...

  1. Renovierungsarbeiten Januar und Februar 2015
  2. Heiliger Abend 2014 auf der Sternwarte
  3. Advents-/Jahresabschlussfeier 2014 am 13. Dezember
  4. Letzte angemeldete Gruppe 2014 am 18. November
  5. Ausflug des Ak Raumfahrt und Sonnensystem am 25. Oktober 2014
  6. Beobachtungen im Herbst 2014
  7. Wasser im UG / Renovierungsarbeiten September bis Dezember 2014
  8. Schülerferienprogramme Anfang September 2014
  9. Perseidennacht vom 12. auf 13. August 2014
  10. Sommerpause 2014
  11. Öffentliche Sonnenbeobachtung am 15. Juni 2014
  12. Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Messelbergsternwarte am 30. Mai 2014
  13. Sternguckernacht auf der Eybacher Hütte am 17. Mai 2014
  14. Bundesweiter Astronomietag am 5. April 2014
  15. Wanderung des Ak Raumfahrt und Sonnensystem durch unseren Astronomischen Lehrpfad am 29. März 2014
  16. Nächtliche Beobachtungen im Winter 2013/2014
  17. 2. Teil Installation Beleuchtung am 22. Februar 2014
  18. Installation Beleuchtung am 7. Februar 2014
  19. Advents-/Jahresabschlussfeier 2013
  20. Video vom Komet Lovejoy
  21. Video vom Komet ISON
  22. Ausflug des Ak Raumfahrt und Sonnensystem am 2. November 2013
  23. Abholung der FORNAX 51 Montierung in Volkach
  24. Astronomiemesse AME 2013
  25. Perseidennacht 2013
  26. Ausflug des Ak Raumfahrt und Sonnensystem am 11.05.2013
  27. Mitgliederversammlung 2013
  28. Schlechtwetterprogramm (Andi's Geburtstag)
  29. Erster Beobachtungsabend 2013
  30. Weltuntergang
  31. Teleskop 2 - der Strom ist weg
  32. Fahrt zur AME am 08.09.2012
  33. Perseidennacht 12.08.-13.08..2012
  34. Montierung in der Kuppel erhält dauerhaften PC Anschluß
  35. Arbeitsdienst am 21.07.2012
  36. Jupiterbedeckung durch den Mond am 15.07.2012
  37. Grillfest am 06.07.2012
  38. Vereinsabende
  39. Beiträge unserer Mitglieder